Überwältigungsspiele und körperliche “Auseinandersetzungen”

Göppingen:  Neuer Termin wird bekanntgegeben!

Dozent: Frank T.

Viele von uns kennen lustvolle Überwältigungsphantasien, oft schon seit ihrer Kindheit. In der gelebten Erotik finden sich Spiele unter Partner(innen), bei denen eine(r) die überwältigende oder körperlich „angreifende“ Rolle und der/die andere die genussvoll ankämpfende und „unterliegende“ Rolle übernimmt, aber nur selten. Das Spiel kann darin bestehen, „überwältigt“ zu werden oder es kann bereits in einer „entschiedenen“ (d.h. vorher ausgemachten), ungleichen Situation eine „körperliche Auseinandersetzung“ begonnen werden. (Im englischen Sprachraum wird die hier vorgestellte Art des Spiels auch „rough body play“ genannt.)

Der Spaß an solchen Spielen – die Bandbreite reicht von vergnüglichem Balgen bis zur tiefen, existentiellen SM-Session – kann eine Bereicherung für jede(n) sein, die/der Spannungen in der Lust auch zu genießen weiß. Unter verantwortungsbewussten Partner(inne)n, die Realität und Spiel sehr wohl unterscheiden können, ist ein Verlust von Sicherheit und Konsensualität kaum zu befürchten. Neben verschiedenen Sicherheitsfragen wird es ein Thema sein, wie auch die/der körperlich Schwächere die/den Partner(in) und die Situation „im Griff“ haben kann. Allerdings ist es kaum sicher möglich, einen sich ernsthaft wehrenden Partner körperlich zu überwältigen; das kann auch nicht das Ziel sein. Wesentlich einfacher ist es, „ernsthafte Gegenwehr“ zu spielen, wenn sich der „Passive“ freiwillig mit Handicaps versehen lässt oder einfach innerhalb seiner ankämpfenden, aber „unterlegenen“ Rolle bleibt – schließlich haben wir es hier mit einem Rollenspiel zu tun.

In diesem Workshop geht es darum, sehr direkte physische Elemente mit einer oft „gewalttätigen“ Symbolik in Euer Spiel zu integrieren (ohne dabei physische und psychische Sicherheit oder Konsensualität zu verlieren). Dies gibt Sessions einen ganz eigenen Charakter und kann ihnen eine hohe, für sie sehr typische Intensität verleihen. Trotz ihrer Körperlichkeit funktionieren Spiele dieser Art dabei stark auf der psychischen Ebene.

Wir betreten im Workshop einen geschützten Erfahrungsraum, in dem wir auch mit Themen, Situationen und Gefühlen experimentieren können, die sonst eher ausgeblendet werden.

Der Workshop richtet sich an SMler, SM-Interessierte und alle dazwischen und drum herum. Wir werden einen sehr körperorientierten Zugang zu dem Thema finden; es steht nicht der Umgang mit Utensilien im Vordergrund, sondern die direkte Begegnung der Körper.

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Frank: jwx/at/gmx.de
Leona: Leona/at/zwischenraeume.org

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